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Carport Carport Berater

Carport aus Holz

Das am häufigsten verwendete ist Holz. Seine sehr gute Verfügbarkeit, die dadurch geringen Beschaffungskosten und vor allem die relativ einfache Verarbeitung, ist hierfür ausschlaggebend. Holz verfügt über eine hohe Bruchfestigkeit. Das ist Abhängig von dessen Faserbeschaffenheit und der Materialstärke. D.h. je dichter und länger die Fasern und je stärker der Holzdurchmesser, desto höher die Belastbarkeit, aber desto höher ist auch das Gesamtgewicht. Während man bei anderen Bauten eher versucht, das Gewicht möglichst gering zu halten, ist es beim Carport sogar von Vorteil, wenn etwas mehr Masse entsteht. Denn außer der Schneelast ist auch die Auswirkung von Winddruck zu beachten. Als Winddruck bezeichnet man die Krafteinwirkungen von Wind auf die Außenflächen eines Gebäudes. Je dichter und größer die Außenflächen und je heftiger der Wind, desto stärker kann der Winddruck auf ein Gebäude werden. Die besten Mittel gegen hohen Windruck sind: geringe Angriffsflächen, hohes Eigengewicht, hohe Steifigkeit der gesamten Konstruktion und natürlich auch die Befestigungsart am Erdboden. Seit 2007 gilt für alle Camportdächer eine neue DIN-Norm für Schneelast, die besagt, dass auf einen Quadratmeter Dachfläche ein Mindest-Schneedruck von 85 kg möglich sein muss. Die Hersteller haben darauf reagiert und fertigen deshalb ihre Unterkonstruktionen in den dafür notwendigen Stärken und Qualitäten. So sollten gerade die tragenden Vertikal- Pfosten, einen Durchmesser von 115 mm nicht unterschreiten. In Regionen, in denen die Schneelast eher über dem Durchschnitt liegt, sollte diese Pfostenstärke zur Sicherheit lieber noch höher gewählt werden. Als Holzarten haben sich zumeist Nadelhölzer bewährt. Vom einfachen Fichten- über Kiefern- bis zum teuren, aber langlebigen Lärchenholz sind alle empfehlenswert, wenn sie auch noch nach DIN-Norm imprägniert werden. Um für die Hölzer Formstabilität gewährleisten zu können, arbeiten viele Anbieter nach den Herstellungsrichtlinien von Konstruktions-Vollholz. Dabei werden Pfosten und Rahmenhölzer kerngetrennt geschnitten, auf wenigstens 18 Prozent Restfeuchte getrocknet und anschließend Druckimprägniert. Aufgrund dieser Verfahrensweise hält das Konstruktionsholz mindestens 25 Jahre und es ist keine Seltenheit, das die Firmen die so produzieren, auch eine Garantie über diesen vollen Zeitraum, für ihren Holz-Carport aussprechen. Carports, die im Landhausstil oder mit ausladenden Dachüberständen geplant werden, sind oft aus aufwendig verarbeiteten Leimholz. Das ist zwar die teuerste, aber auch die riss- und formstabilste Variante von Holzbau. Diese eignet sich sehr gut für feine Farbanstriche, da deren glatte Oberfläche einen optimalen Untergrund für Lackier- und Lasurarbeiten darstellt. Einen entscheidenden Anteil an der Festigkeit und Lebensdauer eines hölzernen Carports, haben selbstverständlich auch die Verbindungselemente wie Schrauben, Winkel und Nägel. Sie sollten aus Edelstahl in der Qualität V2A bestehen oder wenigstens verzinkt sein. So können sie nicht vorzeitig durchrosten und dadurch die Konstruktion erheblich schädigen. Wandelemente und andere Holzflächen sollten nicht getackert sein. Tackerklammern rosten immer als erstes und dieser Rost, von Wind und Wetter ausgewaschen, zeugt dann noch als unschöne Spur an der Wand, vom beginnenden Verfall der Haltepunkte. Außerdem halten Tackerklammern nicht auf Zug und dienen damit ungenügend der notwendigen Konstruktions-Aussteifung. Die tragenden Holzpfosten lassen sich auf verschiedene Arten aufstellen. Als fachlich durchaus einwandfrei gilt die Pfostengründung im Kiesbett. Hierbei ist der zum Verfall führende Kontakt von Holz zum Erdboden, durch eine Kiesschicht unterbunden und so kann das Holz säurefrei und gut belüftet lange bestehen. Eine Verankerung mit dem Boden ist dabei nicht vorgesehen, das Eigengewicht hält den Carport zuverlässig am Boden. Wer der Festigkeit dieser Machart nicht traut und hundertprozentig sicher gehen will, der wird sich eher für stählerne H-Anker entscheiden, die in einen Betonsockel eingegossen werden. Die neueste Variante dieser Methode ist ein sogenannter Kombi-Pfosten. Das ist ein Holzpfosten mit längenverstellbaren Stahlfuß, der wie ein normaler Holzpfahl in die Erde eingegraben und ausgerichtet, aber erst am Ende des Carport-Aufbaus mit Beton vergossen wird. Der große Vorteil: Solange kein Beton eingegossen ist, können noch Korrekturen an den Pfostenausrichtungen vorgenommen werden und die Betonsockel müssen nicht schon Tage zuvor auf den Millimeter genau angefertigt werden. Eine besondere Spielform der hölzernen Carports sollte hier noch erwähnt werden: der Fachwerk-Carport. Wie der Name schon verrät, besteht dessen Unterbau aus einer Fachwerkkonstruktion. Wie bei den Fachwerkhäusern kann man sich hier frei entscheiden, ob man ein Sicht-, ein verputztes oder ein komplett geschlossenes Fachwerk haben möchte. Diese Bauart gilt als sehr stabil, aber auch als fast so teuer wie die noblen Leimholz- Carports. Die Einsteiger-Preise für Holz-Carports liegen bei der einfachen Kombi- Ausführung schon bei 200,- Euro, bei den Einzel-Carports ohne Abstellraum ab ca. 500,- Euro und bei den Doppel-Carports ab ca. 900,- Euro. Man sollte aber beachten, das bei den sehr günstigen Angeboten, die Anlieferung, das Material für die Dacheindeckung und andere Bauteile oft nicht enthalten sind und die Verarbeitung der Bauelemente manchmal am Rande der fachlichen Vernunft erfolgt. Hier sollte man sich vor dem Kauf genau nach dem exakten Lieferumfang und der Produktionsweise erkundigen. Für höherwertige Holz- Carports sind die Preise in der Regel doppelt bis dreifach so hoch und können als Edel- oder Sonderformatausführungen ohne weiteres die 10.000,- Euro-Grenze überschreiten.
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